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ROBERT RUDOLF
INNENSTADT
Für den Wiederaufbau des Stadtkanals zwischen Havelmündung und Heilig-Geist-Straße
soll noch im Januar ein Planungsauftrag vergeben werden. Darauf einigten sich gestern
Vertreter des Bauministeriums, des Sanierungsträgers und des Fördervereins
mit Oberbürgermeister Jann Jakobs.
Wie Ministeriumssprecher Lothar Wiegand gegenüber MAZ erklärte, belaufen
sich die Planungskosten auf 50 000 Euro, die durch das Land bereitgestellt werden.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Siegfried Benn, zeigte sich optimistisch, dass
nach Abschluss der Planungen noch in diesem Jahr mit der Freilegung des Bauabschnittes
begonnen werden könne. Jedoch schränkte Wiegand ein, dass die Finanzierung
des Projektes nur bei entsprechender Haushaltslage möglich sei.
Wiegand benannte Kosten in Höhe von 500 000 bis 700 000 Euro für die Freilegung
des Teilstückes, in das Havelwasser eingeleitet werden soll. Das Land werde 80
Prozent finanzieren, der Förderverein die restlichen 20 Prozent. Die Stadt muss
kein Geld für die Freilegung zahlen, sicherte Wiegand zu.
Benn äußerte sich zufrieden über den Gesprächsabschluss: "Auf
Initiative des Fördervereins für die Wiederherstellung des Stadtkanals in
Potsdam haben in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Oberbürgermeister
stattgefunden, um dem zurzeit stockenden Weiterbau des Stadtkanals wieder neuen Schwung
zu verleihen", erklärte er. Die Auftragsvergabe sei ein Anfang. Das nächste
Ziel sei, den Kanal bis zur Berliner Straße zu führen. Benn rechnet noch
vor dem Ende der Baumaßnahmen an der Havelmündung mit dem Beginn der Planungen
für den folgenden Abschnitt. Wieder errichtet werden soll auch die Kellertor-Brücke.
Für diesen Neubau und die Leitungsverlegung schätzt Benn Kosten in Höhe
von je 500 000 Euro.
Möglich werde dies durch Spenden, mit denen Bürger, Bewunderer und Freunde
Potsdams dieses Projekt förderten, erklärte Benn. Für den Bauabschnitt
seien inzwischen 31 gusseiserne Geländerpfosten verkauft worden. Die genaue Anzahl
der verfügbaren Exemplare werde nach fertiger Planung feststehen. "Ich bin
sehr dankbar, dass es uns auf so unkomplizierte Weise gelungen ist, den Oberbürgermeister
als Befürworter und Verfechter des Stadtkanalweiterbaus zu gewinnen", sagte
Benn. "Der Oberbürgermeister hat die Wiederherstellung des Stadtkanals zur
Chefsache gemacht und wird sich persönlich für den Erfolg des Projektes einsetzen",
erklärte der Vereinsvorsitzende. , das hat er mir fest zugesagt."
Zu den Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit werden sich die Gäste von
den Baufortschritten schon überzeugen können, hofft Benn.
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