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Mit einer Welt-Premiere warten
die Kanuten des KC Potsdam am 2. Oktober während der zentralen Feierlichkeiten
zum 15. Jahrestag der deutschen Einheit auf. 24 Paddler, unter ihnen nahezu die gesamte
Elite der Bundesrepublik, werden auf dem Potsdamer Stadtkanal, also mitten in der Landeshauptstadt,
ihre besten Sprinter ermitteln.
Die Idee für diesen spektakulären Wettkampf, der in drei Bootsklassen als
"Match Race" im K.o.-System ausgetragen wird, kam Jürgen Eschert, 1964
Kanu-Olympiasieger in Tokio und seit Jahren Teammanager der Potsdamer Kanuten, vor
rund zwei Jahren bei der morgendlichen Zeitungslektüre. "Als ich ein Foto
vom neu gemauerten Stadtkanal sah, habe ich zu meiner Frau gesagt, das ist es. Dort
müsste man ein Kanu-Rennen organisieren."
Mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit setzte der 64-Jährige die Idee in die Tat
um. Er fand mit Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) einen sportbegeisterten
Schirmherrn und mit dem Mobilfunkunternehmen O2, der Securitas, der Meab, Techem, der
Zeitschrift "Die Bunte", der Hypovereinsbank und der EMB potente Sponsoren,
die den Gesamtetat von rund 150 000 Euro absichern.
Um den Wettkampf zu ermöglichen, wird der Stadtkanal ab heute in Höhe der
Staabstraße bis zur Dortustraße, wo sich das Ziel befinden wird, geflutet.
Das Wasser soll dann ungefähr eine Tiefe von zwei Metern haben, die Länge
der Wettkampfstrecke beträgt 170 Meter. Links und rechts des 15 Meter breiten
Stadtkanals werden Tribünen errichtet. "Die Kanuten fahren quasi in einen
Tunnel rein", so Eschert.
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Bis auf die mehrfachen Olympiasieger
Birgit Fischer (Brandenburg) und Andreas Dittmer (Neubrandenburg) haben nahezu alle
Top-Kanuten der deutschen Paddlerszene ihr Kommen zugesagt. Bei den Canadiern geht
Stefan Holtz aus Karlsruhe als Favorit in die Rennen. Vom KC Potsdam werden hier Sebastian
Brendel, Florian Heinrich, Peter Hörnig und Ronald Verch in die Mann-gegen-Mann-Duelle
gehen.
Bei den Damen könnten die Potsdamerinnen Katrin Wagner-Augustin und Fanny Fischer
sowie Nicole Reinhardt aus Lampertheim, über 500 m Weltmeisterin im Soloboot,
den Sieg unter sich ausmachen. Bei den Kajak-Fahrern gilt der Potsdamer Ronald Rauhe
als haushoher Favorit. Für den Gastgeber starten zudem Rauhes Bootspartner Tim
Wieskötter sowie André Puff. Das illustre Starterfeld komplettieren Lutz
Altepost aus Essen, über 500 Meter Weltmeister im Einer-Kajak, Andreas Ihle und
Björn Bach (beide Magdeburg) sowie Norman Bröckel und Torsten Lubisch (beide
Berlin).
"Jeder Starter hat schon Medaillen bei internationalen Titelkämpfen gewonnen",
wirbt Eschert. Neben einem kleinen Startgeld winken den Siegern jeweils 1000 Euro.
Die Zweitplatzierten erhalten 700 Euro, für Bronze gibt es 500 Euro. Sollten die
Rennen den erhofften Anklang finden, will Eschert im nächsten Jahr den Kanalsprint
in den "Connex-Cup", der bereits in Magdeburg und Waren/Müritz ausgefahren
wird, einbinden.
Neben den Wettfahrten der Elite, die um 14 Uhr beginnen (Finals ab 17 Uhr), wird es
einen Schülerwettbewerb geben. In diesem messen die besten Teams aus den 16 Bundesländern
im Zweier-Kajak mit Steuermann ihre Kräfte.
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