Es rauscht durch den Kanal (26.06.2008)

Am Sonntagnachmittag sprinten die besten deutschen Paddler durch Potsdams historische Mitte
Fanny Fischer möchte bei den Sprints über den Stadtkanal ihren Sieg aus dem Vorjahr verteidigen.


Vor der Wilhelmgalerie watscheln Enten herum. Nur wenige Flugmeter entfernt hätten sie eine ideales Revier zum Paddeln. Denn das Becken des Stadtkanals läuft seit gestern Vormittag wieder voll Wasser. Nicht ohne Grund. Am Sonntag werden wieder mehrere Tausend Zuschauer die Uferbereiche säumen, wenn ab 14.30 Uhr fast die gesamte deutsche Kanu-Elite den mittlerweile 4. Potsdamer Kanalsprint in der historischen Innenstadt ausfährt.

Keine Frage, die hiesigen Olympiasieger von Athen 2004, Katrin Wagner-Augustin, Ronny Rauhe und Tim Wieskötter, lassen sich für ihr „Heimspiel“ nicht lange bitten. Auch Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) steigt bei dem Sprint-Vergleich über 170 Meter ins Indianerboot. Die Potsdamerin und Olympia-Debütantin Fanny Fischer möchte am Sonntagnachmittag ihren Vorjahressieg verteidigen. Neben ihren Teamgefährten Judith Hörmann und Lutz Altepost aus Potsdam werden auch alle anderen amtierenden Welt- und Europameister des vergangenen Jahres an den Start gehen.

Der Wettbewerb wird in drei Bootsklassen als „Match Race“ im K.o.-System ausgetragen. Jeweils zwei Athleten treten gegeneinander an, nur der Sieger kommt weiter. Frauen starten im Einer-Kajak, die Männer im Einer-Kajak und Einer-Canadier.

Zwar stehen nicht ganz die im Wettkampf üblichen 200 Sprintmeter zur Verfügung, „dem Vergleich der Spitzensportler tut das aber überhaupt keinen Abbruch“, ist Torsten Gutsche vom Gastgeber KC Potsdam überzeugt. Der sportliche Organisator hat die Regatta vorbereitet. „Nur ein paar Asse fehlen, weil sie in Kienbaum noch einen internen Ausscheid für Peking ausfahren und in Poznan ein Weltcup läuft“, sagt der Olympiasieger von Barcelona und Atlanta, der indessen starke einheimische U 23-Paddler wie Kurt Kuschela, Stefan Kiraj, Birka Zimmermann und Franzi Weber ins Boot geholt hat.

Im Bundesleistungszentrum stehen nächste Woche die Entscheidungen für die 500 m im K1 sowie über den Kilometer im K2 an. Zwar muss der Magdeburger Andreas Ihle dort antreten, hat „aber nichts gegen ein paar Sprints“ zuvor in Potsdam. Bei den Frauen wird noch eine Ersatzstarterin ermittelt, daher fehlen Conny Waßmuth (Magdeburg), Marina Schuck und Tina Dietze (beide Leipzig) am Sonntag.

In Rennpausen und nach der Regatta zeigen die Wasserski-Spezialisten vom WSC Preussen Caputh erneut ihre akrobatischen Fähigkeiten auf dem Kanal..


Für Rückfragen und Informationen steht zur Verfügung: Siegfried Benn 0331 / 270 55 39 sowie Henning Krentz Tel.: 0331 / 289 12 76




zurück zur News-Seite