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Nachdem die Ampeln für den Weiterbau 2006 am
Stadtkanal auf "Grün" stehen, sind auch die das Kanalufer säumenden
gusseisernen Geländerpfosten wieder zum begehrten Geschenk geworden. Viele Liebhaber
und Mäzene Potsdams haben sich zum hinter uns liegenden Weihnachtsfest beim "Förderverein
für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V." gemeldet, um eines
der begehrten Stücke ihren Lieben unter den Tannenbaum zu legen.
10 Stück sind auf diese Weise schon verkauft und hinter jedem Stück steht
auch eine kleine, aber persönliche Geschichte...
Erwerber eines Pfostens ist die Familie Zwingmann aus Düsseldorf. Als sie im vorigen
Jahr auf dem Pfingstberg in Potsdam heirateten, war dem Ehemann klar, dass ihre Heimatstadt
Potsdam immer einen festen Platz neben ihm im Herzen seiner jungen Frau behalten würde.
So liegt es nahe, dass während eines Besuches zu den Feiertagen in Potsdam, spontan
der Entschluss reifte, seiner Frau ein Denkmal in Potsdam zu setzen. So schnell wie
diese Absicht reifte, setzte er diese auch um - noch vor dem Jahreswechsel waren Platz
und Inschrift mit dem Förderverein abgestimmt.
Gleich zwei Pfosten erwarb Frau Edith Schulz aus Vaihingen an der Enz. Als gebürtige
Potsdamerin hat sie - wie sie sagt: "immer noch einen Koffer in Potsdam. Das trifft
nicht nur auf mich und meinen Mann zu, sondern auch auf unsere Kinder; besonders eng
verbunden fühlt sich unsere Tochter, die jetzt auch oft in Potsdam ist. Daher
wollen wir zweimal am Stadtkanal präsent sein - einmal für uns und einmal
für unsere Kinder. Natürlich auch, um die Wiederherstellung des historischen
Stadtbildes Potsdams zu unterstützen," erläutert sie auf Nachfrage ihrem
Doppelkauf.
Auch Prof. Dr. Jürgen Weber aus Hamburg hat ein Herz für Potsdam. Seit Jahren
pflegt er hier eine intensive Freundschaft und nimmt als aufmerksamer Besucher an der
Stadtentwicklung teil. Die Entwicklung in der historischen Mitte findet dabei sein
besonderes Interesse. "Der Stadtkanal ist für mich die bedeutendste Bereicherung
für das Potsdamer Stadtbild auf dem Weg zur Rückgewinnung der historischen
Mitte in den letzten Jahren, denn mit seiner Wiederherstellung werden auch die ursprünglichen
Proportionen des Stadtraumes wieder wahrnehmbar, das wirkt besonders wohltuend. Dazu
möchte ich gern meinen persönlichen Beitrag leisten", begründet
er sein Engagement für unsere Stadt.
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Wenn in diesem Jahr die Bauarbeiten am Stadtkanal
einsetzen, wird der Abschnitt zwischen der Havel über die in diesem Zusammenhang
neu zu errichtende Kellertorbrücke bis etwa zur Höhe des ehemaligen Offizierscasino
in der Straße Am Kanal freigelegt und mit Havelwasser geflutet.
"Auf ca. 100m wird die Freilegung erfolgen. Im Zusammenhang mit der im letzten
Jahr abgeschlossenen und vom Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals
in Potsdam unterstützten Sanierung der in der Fischerstraße stehenden historischen
Stadtmauer und dem von der E.DIS AG restaurierten "Energieviertels" wird
sich dieser Stadtteil bald als städtebauliches Kleinod präsentieren",
ist sich Siegfried Benn, Vorsitzender des Fördervereins sicher.
Ca.110 Geländerpfosten stehen für Mäzene und Liebhaber des Stadtkanals
zum Kauf bereit. Für 1.050,-Euro kann man sich so ein unauslöschliches Denkmal
am Wasserlauf setzen. Interessenten werden gebeten, Kontakt aufzunehmen beim Förderverein
für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V., Friedrich-Ebert-Straße
234, Tel. 0331 270 55 39, Fax 0331 270 55 38.
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