Pressemeldung vom 18. Januar 2006

Geschenkidee Geländerpfosten am Stadtkanal

Nachdem die Ampeln für den Weiterbau 2006 am Stadtkanal auf "Grün" stehen, sind auch die das Kanalufer säumenden gusseisernen Geländerpfosten wieder zum begehrten Geschenk geworden. Viele Liebhaber und Mäzene Potsdams haben sich zum hinter uns liegenden Weihnachtsfest beim "Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V." gemeldet, um eines der begehrten Stücke ihren Lieben unter den Tannenbaum zu legen.
10 Stück sind auf diese Weise schon verkauft und hinter jedem Stück steht auch eine kleine, aber persönliche Geschichte...

Erwerber eines Pfostens ist die Familie Zwingmann aus Düsseldorf. Als sie im vorigen Jahr auf dem Pfingstberg in Potsdam heirateten, war dem Ehemann klar, dass ihre Heimatstadt Potsdam immer einen festen Platz neben ihm im Herzen seiner jungen Frau behalten würde. So liegt es nahe, dass während eines Besuches zu den Feiertagen in Potsdam, spontan der Entschluss reifte, seiner Frau ein Denkmal in Potsdam zu setzen. So schnell wie diese Absicht reifte, setzte er diese auch um - noch vor dem Jahreswechsel waren Platz und Inschrift mit dem Förderverein abgestimmt.

Gleich zwei Pfosten erwarb Frau Edith Schulz aus Vaihingen an der Enz. Als gebürtige Potsdamerin hat sie - wie sie sagt: "immer noch einen Koffer in Potsdam. Das trifft nicht nur auf mich und meinen Mann zu, sondern auch auf unsere Kinder; besonders eng verbunden fühlt sich unsere Tochter, die jetzt auch oft in Potsdam ist. Daher wollen wir zweimal am Stadtkanal präsent sein - einmal für uns und einmal für unsere Kinder. Natürlich auch, um die Wiederherstellung des historischen Stadtbildes Potsdams zu unterstützen," erläutert sie auf Nachfrage ihrem Doppelkauf.

Auch Prof. Dr. Jürgen Weber aus Hamburg hat ein Herz für Potsdam. Seit Jahren pflegt er hier eine intensive Freundschaft und nimmt als aufmerksamer Besucher an der Stadtentwicklung teil. Die Entwicklung in der historischen Mitte findet dabei sein besonderes Interesse. "Der Stadtkanal ist für mich die bedeutendste Bereicherung für das Potsdamer Stadtbild auf dem Weg zur Rückgewinnung der historischen Mitte in den letzten Jahren, denn mit seiner Wiederherstellung werden auch die ursprünglichen Proportionen des Stadtraumes wieder wahrnehmbar, das wirkt besonders wohltuend. Dazu möchte ich gern meinen persönlichen Beitrag leisten", begründet er sein Engagement für unsere Stadt.



Foto: Förderverein Stadtkanal

Wenn in diesem Jahr die Bauarbeiten am Stadtkanal einsetzen, wird der Abschnitt zwischen der Havel über die in diesem Zusammenhang neu zu errichtende Kellertorbrücke bis etwa zur Höhe des ehemaligen Offizierscasino in der Straße Am Kanal freigelegt und mit Havelwasser geflutet.
"Auf ca. 100m wird die Freilegung erfolgen. Im Zusammenhang mit der im letzten Jahr abgeschlossenen und vom Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam unterstützten Sanierung der in der Fischerstraße stehenden historischen Stadtmauer und dem von der E.DIS AG restaurierten "Energieviertels" wird sich dieser Stadtteil bald als städtebauliches Kleinod präsentieren", ist sich Siegfried Benn, Vorsitzender des Fördervereins sicher.

Ca.110 Geländerpfosten stehen für Mäzene und Liebhaber des Stadtkanals zum Kauf bereit. Für 1.050,-Euro kann man sich so ein unauslöschliches Denkmal am Wasserlauf setzen. Interessenten werden gebeten, Kontakt aufzunehmen beim Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V., Friedrich-Ebert-Straße 234, Tel. 0331 270 55 39, Fax 0331 270 55 38.

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