Presseinformation vom 02. März 2006

Große Spende für neue Kellertorbrücke durch Unternehmer Peter Dussmann

Mit der Zusage einer Spende in Höhe von 80.000 Euro schafft der Unternehmer Peter Dussmann die Voraussetzungen für das Wiedererstehen der Kellertorbrücke. Wenn in diesem Jahr die Bauarbeiten am Stadtkanal beginnen, wird der Abschnitt zwischen der Havel bis etwa zur Höhe des ehemaligen Offizierscasino, dem heutigen Sitz der E.ON edis, in der Straße Am Kanal freigelegt und später mit Havelwasser geflutet. In diesem Zusammenhang ist die Errichtung der Kellertorbrücke zwingende Voraussetzung, damit das Quartier zwischen Fischer- und Heilig-Geist-Straße erreichbar bleibt.

historisches Foto der Kellertorbrücke

"Mit der eingegangenen Spende können wir die Planungen für die Kellertorbrücke unter sicheren Bedingungen beginnen. Durch die großzügige Gabe von Peter Dussmann und den vielen weiteren Spenden sind die Aussichten auf einen reibungslosen Bauablauf insgesamt sehr gut. In der nächsten Zeit werden Suchschachtungen beginnen, um den Zustand der noch vorhandenen Kanalmauern zu erkunden", sagt Siegfried Benn, Vorsitzender des Fördervereines für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V..

Die Kellertorbrücke, so wie sie die älteren Potsdamer noch kennen, wurde nach Entwürfen von Heinrich Ludwig Manger 1756 aus Naturstein gebaut. Wie die anderen Brücken auch, hatte sie in der Mitte den üblichen Brückenbogen, um die Schifffahrt zu ermöglichen. Das Geländer bestand aus mehreren steinernen Postamenten, an deren Ende je eine Laterne stand. Die Laternen wurden allerdings schon Anfang des 19. Jahrhunderts entfernt. Die neue Brücke soll die historische Form zitieren, wird aber aus Stahlbeton zu fertigen sein. Immerhin muss sie auch die Überfahrt der Feuerwehr sicherstellen und den Anforderungen der heutigen Zeit Rechnung tragen.


"Ich möchte mit der Gabe dieses Geldbetrages ein Zeichen setzen, welches viele weitere Spender ermutigen möge, die gesamte Finanzierung für die Wiedereinrichtung der Brücke zu sichern. Für Ihre Bemühungen bei der Wiederherstellung des historischen Gesichts der Stadt Potsdam möchte ich Ihnen viel Erfolg wünschen", schrieb Peter Dussmann an den Förderverein zur Ankündigung seiner Spende. Peter Dussmann ist Gründer und heutiger Aufsichtsratsvorsitzender der Dussmann-Gruppe, die weltweit als einer der größten privaten Multidientleister in 28 Ländern über 50.000 Mitarbeiter beschäftigt und auch das bekannte KulturKaufhaus in der Berliner Friedrichstraße betreibt.

Ca. 110 Geländerpfosten stehen im vor uns liegenden Bauabschnitt für Liebhaber des Stadtkanals zum Kauf bereit. Für 1.050 Euro kann man sich ein Denkmal am Wasserlauf setzen. Interessenten werden gebeten, Kontakt aufzunehmen mit dem Förderverein für die Wiederherstellung des Stadtkanals in Potsdam e.V., Friedrich-Ebert-Straße 234, Tel. 0331 270 55 39, Fax 0331 270 55 38.

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