Pause am Stadtkanal endet (30.06.2008)

Im Juli wird wieder gebaut / Entwurfsplanung für Kellertorbrücke ist fertig
Monatelang passierte gar nichts am Stadtkanal; im Anfangsstück an der Havel wächst nur Gras.


Das Landesumweltamt hat der Stadtverwaltung seine Bewertung der Stadtkanalplanungen ausgehändigt, „mit zahlreichen Auflagen“, wie Fördervereinschef Siegfried Benn sagt: „Aber alle Bedingungen sind problemlos erfüllbar.“ Das sei „reine Fleißarbeit“. Ende Juni, Anfang Juli könne der Weiterbau in der Straße am Kanal beginnen. Die Stadtwerke haben die einst im Kanal gelegenen Leitungen inzwischen umverlegt. Auch die Entwurfsplanung für die Kellertorbrücke ist fertig. Die Bauanträge sind noch in Arbeit; auch die Spendenwerbung läuft. Eine halbe Million Euro muss Benn sammeln; wieviel er schon hat, wollte er gestern nicht sagen. Nur soviel: „Im Moment sieht alles wieder gut aus.“

Dabei hat seiner Ansicht nach die Stadt selbst die Verzögerungen verursacht, indem sie den Forderungen des Landesumweltamtes nach Planungsüberarbeitungen nur stückweise nachkam. Benn ist Mitglied in einer deutschlandweiten Arbeitsgruppe „Fließgewässer in Innenstädten“. Wenn man sehe, wie weit andere Städte ihre Wasserprojekte vorangetrieben haben, sei man „entsetzt, wie lange das in Potsdam alles dauert“, sagte er.

Das Problem der Verschlammung des „stehenden Wassers“ im fertiggestellten Teilstück in der Yorckstraße ist nach Benns Einschätzung mittelfristig nur mit einer künstlichen Belüftung lösbar, durch seitliche Rohre im Kanalbett. Langfristig werde sich das Problem abschwächen, wenn der gesamte Kanal rekonstruiert ist und in ihm das Havelwasser zum Fließen gebracht wird, glaubt Benn. Dank der einfach herstellbaren Belüftung werde das Kanalwasser sogar sauberer sein als die Havel selbst.



Für Rückfragen und Informationen steht zur Verfügung: Siegfried Benn 0331 / 270 55 39 sowie Henning Krentz Tel.: 0331 / 289 12 76




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